Milch- und Glutenfrei in Porto

Portwein mit Blick auf die Brücke

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Alle in diesem Beitrag genannten Produkte, Marken, Restaurants und Orte haben wir selbst ausgewählt und besucht bzw. gekauft und bezahlt. Es handelt sich um persönliche Erfahrungen und Empfehlungen. Die Inhalte sind unbeauftragt, unbezahlt und unabhängig, sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet.

Blick über Porto

Porto, 29. September 2024 – Auf der Suche nach glutenfreiem Essen ohne Milch

Unser Roadtrip führte uns nach Porto, die erste Großstadt auf unserer Route – und wie immer ging es auch auf die Jagd nach gluten- und milchfreien Leckereien! Zum Glück hatte ich wieder meinen Plan parat, denn wer schon mal unterwegs war und spezielle Essensbedürfnisse hat, weiß: Spontanität kann zu Hunger führen. Also, früh planen lohnt sich!

Dank Christina von Glutango hatte ich bereits eine Liste glutenfreier Restaurants in Porto. Einige davon schafften es auch auf meine Liste, nachdem ich ihre milchfreien Optionen gecheckt hatte.

CumCore – Gutenfreies Café im Zentrum Portos

Schild zum Comcore in Porto
Frühstück im CumCore in Porto: Crepes mit veganem Käse und belegtes Sandwich

Unser erster Stop? Das CumCore, ein komplett glutenfreies Café mitten in Porto. Aber, kleiner Tipp an meine deutschen Leser: Die Öffnungszeiten sind südländisch. Wir sind nach einer 10 km langen Radtour dort angekommen – und standen erstmal vor verschlossenen Türen. Natürlich war das alles so getimed, dass wir vorher noch gemütlich über den kleinen Künstlermarkt schlendern konnten, der direkt vor dem glutenfreien Café liegt.

Das Café zu finden war übrigens auch nicht ganz so leicht: Ihr müsst eine Treppe hoch in einen Hinterhof – nicht wirklich super auffällig. Aber ein Schild hilft den Weg zu finden! Was das Café besonders macht? Es ist das erste vollständig zertifizierte glutenfreie Restaurant in Porto – und ja, auch von der APC (portugiesische Zöliakiegesellschaft) abgenickt.

Hier gibt’s alles, was das glutenfreie Herz begehrt: Sandwiches, Wraps, Crêpes, Waffeln, Granola, Burger und – ja – auch süße Leckereien wie vegane Brownies (yummy!) oder die berühmten Pasteis de Nata in einer glutenfreien Version. Achtung, diese waren leider nicht milchfrei oder vegan!

Das Café selbst? Ein bisschen unedel, ehrlich gesagt. Kein Designpreis, aber die Liebe steckt im Detail – und vor allem im Geschmack! Roberto gönnte sich einen veganen Crêpe mit Tomate und veganem Käse, während ich mich für ein Toast entschied (?). Drinnen und draußen gibt’s Sitzplätze, und als wir gingen, war das glutenfreie Café in Porto gut gefüllt. Für den Heimweg packten wir uns noch einen veganen und glutenfreien Brownie ein. Später am Tag haben wir ihn dann genüsslich gegessen – und für mich gab es noch einen klassischen Pastel de Nata. So hatten wir beide etwas Leckeres, und Roberto musste mir nicht neidisch beim Naschen zuschauen.
Wir vergeben hier 3,5 Sterne für den Geschmack. Wobei der Brownie, von dem wir leider kein Bild gemacht haben, hier echt krass das Ranking nach oben beeinflusst. Der Rest war gut, aber eben einfach „nur“ gut, nichts Besonderes. Wiederkommen würden wir aber definitiv wieder, also klare Empfehlung. Für diejenigen, die kein Problem mit Milchprodukten haben, war die Auswahl deutlich größer.

Pizzeria Sergio Crivelli

Auch auf meiner Liste stand die Pizzeria Sergio Crivelli, die ebenfalls glutenfrei- und zöliakiegeeignet ist. Dazu kann ich euch leider kein persönliches Urteil abgeben – aber schaut gerne bei Christina auf dem Blog vorbei, sie hat es getestet!

Weinbar Arco das Verdades

Portwein mit Blick auf die Brücke

Vor dem Abendessen ging es für uns auf eine kleine Portwein-Tour. Auch wenn es nicht ganz zum Thema passt, muss ich euch die süße kleine Weinbar Arco das Verdades empfehlen. Wir sind zufällig daran vorbeigelaufen, als wir nach dem perfekten Fotospot für die Ponte Dom Luís I suchten. Die Inhaberin hat eine Weile in Deutschland gelebt und konnte uns auf Deutsch einige Portweinsorten näherbringen. In der Bar könnt ihr direkt am Fenster sitzen und habt einen tollen Blick auf die Brücke. Auch wenn es dort keine glutenfreien Snacks gibt, lohnt sich der Besuch allein wegen der Aussicht und des Weins. Uns hat Portwein allerdings nicht wirklich überzeugt, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Wir zogen danach weiter auf die andere Seite des Dueros. Dort gab es eine Art Promenade mit zahlreichen kleinen Bars und Restaurants. Der Kellner einer kleinen Bar empfahl uns ein Restaurant zum Abendessen:

Tempêro D’Maria

Essen in Porto

Ein weiteres Highlight unseres Aufenthalts war das Tempêro D’Maria, ein typisch portugiesisches Restaurant, das gluten- und milchfreie Optionen bietet. Wir schätzten sehr, dass sich der Kellner die Zeit nahm, unsere Bedürfnisse genau zu verstehen. Als er in die Küche ging, um abzuklären, welche Gerichte möglich wären, kam er zurück und fragte: „Was möchtest du essen? Wir machen es möglich!“ Das hat uns erst mal sprachlos gemacht, denn normalerweise bekommt Roberto eine sehr eingeschränkte Auswahl vorgesetzt. Diesmal aber entschied er sich spontan für ein Steak mit Kartoffeln und Gemüse – und es war köstlich! Dazu gab es leckeren Weißwein und zur Vorspeise Oliven. Ein absolutes Highlight für uns beide.

Ob das Restaurant nun wirklich Zöliakie geeignet ist, muss ich leider anzweifeln. Das Steak kam beispielsweiße auf einem Holzbrett und es gibt keine separate Küche. Für uns hat es funktioniert, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Teilt gerne eure Erfahrungen. 

Vorbereitung ist das halbe Leben

Ich war vorbereitet und hatte meine Liste. Dennoch läuft nicht immer alles, wie geplant oder man ist nicht im richtigen Teil der Stadt. Meine Listen sind immer deutlich umfangreicher, wie die Anzahl an Restaurants oder Cafés mit glutenfreien Möglichkeiten, die wir überhaupt testen können.

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